Zum Inhalt springen

Vorwort & geistlicher Impuls

Vorwort & Geistlicher Impuls

Vorwort 1. Vorsitzender

Liebe Mitglieder und Freunde der Kolpingsfamilie,

unser Gartenfest bei der Kolpinghütte und der diözesane Kolpingtag auf der Landesgartenschau in Ellwangen waren schöne und beeindruckende Ereignisse und ich möchte es nicht versäumen, mich bei allen ganz herzlich zu bedanken, die zum Gelingen dieser Veranstaltungen beigetragen haben. Ohne dieses Engagement wäre Vieles nicht möglich und für mich ist es immer wieder eine Freude, dass es in unserer Kolpingsfamilie viele Engagierte gibt, die oft auch ohne viel Aufhebens und manchmal ganz im Verborgenen oder auch ganz selbstverständlich Großartiges leisten. Deshalb: Vielen, vielen Dank!

Zum 1. Oktober tritt unsere Geistliche Leiterin Karin Fritscher in den Ruhestand als Klinikseelsorgerin am Ostalb-Klinikum. Wir wünschen ihr für diesen neuen Lebensabschnitt alles Gute und viel Zeit für die schönen Dinge im Leben, die bislang vielleicht zu kurz gekommen sind. Von dem österreichischen Schriftsteller Karl Heinrich Waggerl stammt der Satz: „Den Wert eines Menschen erkennt man zuverlässig daran, was er mit seiner Freizeit anfängt.“ Deshalb sind wir froh und dankbar, dass Karin – zumindest bis zum Sommer 2027 – weiterhin die geistliche Leitung unserer Kolpingsfamilie übernimmt.

Im letzten Quartal dieses Jahres bieten sich viele und ganz unterschiedliche Gelegenheiten, die Kolpinggemeinschaft zu pflegen – und ebenso für alle Interessierten, die Kolpingsfamilie kennenzulernen. Unsere Veranstaltungen sind ja grundsätzlich offen für alle! Und wir freuen uns natürlich jederzeit auch über neue Mitglieder.

Bei dieser Gelegenheit noch ein Hinweis an alle Mitglieder, die in den vergangenen zwei Jahren neu zu Kolping gekommen sind: Am 15. September startete Kolping Deutschland die digitale Befragung „Mein Weg zu Kolping“. Mit dieser Befragung möchte der Bundesverband besser verstehen, wie Menschen heute zu Kolping finden, was sie anspricht und was letztlich den Ausschlag für eine Mitgliedschaft gibt. Die Erkenntnisse fließen anschließend in die weitere Arbeit der bundesweiten Themengruppe Mitgliedergewinnung ein. Über die Ergebnisse werden dann auch die örtlichen Kolpingsfamilien informiert. Wir sind gespannt!

Ich lade zu allen Veranstaltungen herzlich ein oder auch bis Ende Oktober zu einem Besuch auf der Kolpinghütte (Geheimtipp: 25.10. ab 15 Uhr mit den Steirischen Harmonikaspielern aus Ebnat).

Herzliche Grüße

Martin Joklitschke

Impuls unserer geistlichen Leitung

Kleine Zeichen

Liebe Kolpinggeschwister,

ich möchte euch heute etwas von meiner Großmutter erzählen. Sie hat Ansichtskarten gesammelt. Einige ihrer Enkel haben ihr deshalb aus dem Urlaub immer eine solche geschickt. Unter anderem ich. Da sie bei uns im Haus gewohnt hat, habe ich irgendwann gewusst, dass ihre Augen zu schlecht sind, um die Karten noch lesen zu können. Also habe ich nur noch in ganz dicken Buchstaben meinen Namen auf die Karte geschrieben. Einmal kam ich aus dem Urlaub und Sie begrüßte mich etwa so (den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr): „Ich habe mich über die Karte gefreut. Es stand alles Wichtige drauf: Das Essen ist gut, die Gegend ist schön und das Wetter passt auch, die Menschen sind freundlich und wir haben schon viel erlebt! Ganz liebe Grüße“. Natürlich stand nichts davon in Worten auf der Karte, da stand nur mein Name, aber meine Oma hat alles reingelesen, was da hätte stehen können. Wir haben dann gemeinsam gelacht und ich wusste, sie hat sich über die Karte einfach gefreut.
Letzte Woche habe ich von meinem 10jährigen Patenkind eine Ansichtskarte aus dem Urlaub bekommen und gemerkt, es erfreut immer noch. Mich sogar ein klein wenig mehr als eine SMS-, Signal- oder WhatsApp-Nachricht, ohne dass ich sagen kann, woran es eigentlich liegt. Aber auch digital erfreuen kleine Zeichen, dass die oder der andere an einen denkt.
Genau das finde ich wichtig. Es müssen nicht immer große Worte oder Gesten sein, mit denen man einen anderen bedenkt und beschenkt. Aber so kleine Zeichen die auf irgendeinem Wege sagen: „Ich denke an dich!“, „Ich mag dich!“ „Du bist mir wichtig!“ „Du gehörst dazu!“ oder Ähnliches kosten ganz wenig und bewirken viel. Sie pflegen Zwischenmenschliche Beziehungen und darüber hinaus verkünden sie eine göttliche Botschaft: Du bist wertvoll! Du bist wichtig! Du bist einmalig! Du bist geliebt!
Es kostet nur wenig, uns das gegenseitig zu sagen. WhatsApp ist kostengünstig, aber auch mit Ansichtskarte und Briefmarke sind das nur so ca. 2,40€.

Vielleicht habt ihr ja auch bald einen Urlaub vor euch. Dann gebe ich euch mit, irgendjemandem eine solche Botschaft zu schicken. Egal auf welchem Wege. Vielleicht auch an jemanden, der schon länger nichts mehr von euch gehört hat. Ich bin überzeugt, solche kleinen „göttlichen“ Zeichen kommen gut an.

Ich grüße euch: Kolping treu

Karin